Sonntag, 22. Dezember 2013

Nicht gesucht und trotzdem gefunden

Dein ganzes Leben lang suchst du nach diesem einen Menschen. Du hältst die Augen weit aufgerissen, schaust verbittert und verbissen umher und bist verzweifelt auf der Suche. Auf der Suche nach dem Menschen, bei dem du dich geborgen fühlst. Auf der Suche nach dem Menschen, der es schafft, dir ein Gefühl zu geben, welches dir kein anderer gibt. Ein Gefühl der Liebe und Geborgenheit. Ein Mensch, dem du vertrauen kannst und dem du ohne Hemmungen alles von dir erzählen und anvertrauen kannst, ohne Konsequenzen zu fürchten. Ein Mensch, der dich beschützt und auf dich Acht gibt, ein Mensch, dem du dein Herz in die Hände legen könntest, mit der Sicherheit, er würde es nicht zertrümmern, sondern darauf aufpassen und sich Mühe geben, dass es dir gut geht und dass deinem Herz nichts geschieht. Du suchst diesen Menschen, der es schafft, die Mauer zu durchbrechen, die du um dein Herz gebaut hast. Der es schafft, in dein Herz zu gelangen, und dem du ebenfalls wichtig bist.
Du suchst diesen Menschen dein ganzes Leben lang, in jedem vorbeilaufenden fremden Menschen siehst du eine Möglichkeit, dass er es wäre. Du wagst die Augen kaum zu schließen, weil du so darauf fixiert bist, ihn unbedingt zu sehen und auf keinen Fall zu verpassen.
Und dann, irgendwann, dann hast du es einfach satt. Du schließt die Augen, entspannst und atmest tief durch und gibst auf.
Und irgendwann öffnest du die Augen irgendwann dann wieder und plötzlich steht er vor dir. Ohne dass du es geahnt hättest, ohne dass du nach ihm gesucht hast.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Questions

Soll ich oder soll ich nicht?
Bin ich bereit für die Zukunft?
Werde ich das schaffen?
Bin ich gut genug für jemanden?
Werde ich geliebt?
Werde ich eines Tages glücklich?
Werde ich am Ende eine Gewinnerin sein?
Bin ich ein guter Mensch?
Gibt es jemanden, der mich wirklich braucht?



Sonntag, 15. Dezember 2013

Erwachsen werden

Es geht schon lange nicht mehr darum, glücklich zu sein und Spaß zu haben. Je älter man wird, desto mehr geht es darum, sein Leben zu kontrollieren. In der Schule geht es nicht mehr darum, viel zu lernen und sein Gehirn zu erweitern, sondern einfach nur noch darum, möglichst gute Noten zu bekommen. Unter Druck, Stress und Erwartungen. Es geht irgendwann nur noch darum, sein Leben zu ordnen und stets darauf aufzupassen, dass man bloß keine Fehler begeht und dass nichts von dem, was man sich aufgebaut hat, wieder zu Brüche geht.
Ich fühle mich noch wie ein Kind und muss Entscheidungen fällen, die mein ganzes Leben betreffen und wenn ich mich falsch entscheide, werde ich das später bereuen oder es wird sogar meine Zukunft ruinieren. Wie soll man denn bitteschön solche riesigen Entscheidungen treffen, wenn man noch so jung ist? Man hat gerade den Fuß in die Erwachsenenwelt gesetzt und soll schon anfangen, loszurennen und man weiß einfach nicht, wohin.